Schwächstes Saisonspiel bringt höchsten Sieg – 46er Schlagen Reichenhall mit 57:7

Scherf mit drei Versuchen, Sirgant, Winderl und Manivit mit Premierenversuchen – Zielinski als Schiedsrichter

Nürnberg. Strahlendes Wetter, viele Zuschauer und ein motiviertes Team. Alles war pünktlich Angerichtet für den Kickoff zum zweiten Heimspiel der 46er in dieser Saison, doch ohne Schiedsrichter kein Spiel. Aufgrund einer Vollsperre der A9 musste schnellstmöglich ein Ersatz für den im Stau festhängenden Andrew Bridger aus Unterföhring gefunden werden. In Arne Zielinski fand man einen erfahrenen Sportsfreund als spontane Aushilfe und konnte mit einer Dreiviertelstunde Verspätung antreten. Nürnberg machte viele Fehler, wirkte zeitweise unkonzentriert und zu hektisch, schaffte es aber im richtigen Moment die Gelegenheiten zu nutzen. Der Spieler des Tages, Lorenz Scherf, brachte mit drei Versuchen in Folge die 46er fast im Alleingang auf die Siegerstraße. Am Ende stand dann mit dem 57:7 (24:7) dann doch noch der höchste Saisonsieg auf der Anzeigetafel.

Bad Reichenhall startete mit einem nur 16 Mann starken Kader unter denkbar schlechten Voraussetzungen in die Partie, schaffte es aber gleich die erste Unaufmerksamkeit der Franken zu nutzen und kam nach nur zwei Minuten mit einem Strafftritt und Lineout zu den ersten Punkten. Viele Handlingfehler auf beiden Seiten später konnte sich Gabedava als nächster in das Malfeld der Reichenhaller fallen lassen (7:5, Erh. Kahden 7:7). Kein drei Minuten weiter auf der Uhr begann Eigengewächs Lorenz Scherf mit einer unglaublich kraftvollen Spielphase die in zwei Versuchen vor der Pause mündete. Mit dem Schlusspfiff setzte Kahden noch einen Straftritt zum 24:7 Pausenstand zwischen die Stangen.
Im zweiten Durchgang konnte Nürnberg wieder sicherer Spielen, wurde auch besser in den Lineouts. Reichenhall versuchte nun mit Angriffsrugby den Waldsportplatz zu erobern, scheiterte aber an einer felsenfest stehenden Nürnberger Abwehr. In der 60. Minute vollendete Scherf seinen Hattrick mit seinem dritten Versuch (29:7). Sirgant kommt mit einem angetippten Straftritt und einer Menge verwirrter Raufbolde zu seinem ersten Versuch für Nürnberg und Winderl schafft den gleichen Meilenstein nur wenige Momente später in seinem ersten Spiel für Nürnberg zum 43:7. Von da an spielten nur noch die Jungs aus der Noris, welche zweitweise mit „Patience, Patience“ rufen von der Seitenline eingebremst werden mussten. Drei Versuche in Reihe von Scherf, da wollte Manivit den Premieren-Drilling vollmachen und tauchte zum 50:7 ein. In der 80. Minute war es dann Kahden der einen Pass der Oberbayern aus der Luft pflückte und zum 57:7 Endstand eintauchte und selbst erhöhte.
Viele Handlingfehler, ungeduldiges Spiel und kaum effektive Lineouts bestimmten das bisher schlechteste Spiel der 46er, dass dennoch dabei ein überragender Sieg herauskommt ist sowohl der Leistungsfähigkeit des Gegners, als auch der guten Kondition und dem Talent der aktuellen Nürnberger Mannschaft geschuldet.
Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY!
[Moritz Knorr]

Die Raufbolde kommen – 46er empfangen RFC Bad Reichenhall

Nürnberg. Nach dem überragenden Heimauftakt gegen den Würzburger RK (46:10) folgt gleich am Samstag das nächste Heimspiel auf dem altehrwürdigen Waldsportplatz zu Erlenstegen. Die 46er empfangen um 14.30 Uhr den RFC Bad Reichenhall und würden gerne ihren Fans mit einem weiteren Sieg das Wochenende versüßen. Und ganz nebenbei die Aufholjagd in der Regionalliga fortsetzten.
Der TSV hat einen Lauf und der soll auch noch ein paar Meilen so weitergehen, wenn es nach Matthias Dirlewanger geht. „Wir arbeiten hart am Limit und werden alles sein, außer Platt. Dafür trainieren wir hart und mit einem klaren Ziel vor Augen: dem Bonuspunkt.“ So will man auf dem Platz weiterhin ungeschlagen sein, wenn am Samstag der Schlusspfiff ertönt.

Alessandro Amella wird wohl auch wieder allen davon laufen – hoffentlich mit Ball.

Die Gäste starteten dagegen verhalten in die neue Saison und mussten sich schon zweimal geschlagen geben. Sicherlich kein Grund für die „Raufbolde“, die eigentlich keine sind, einfach die Verteidigung einzustellen und die Punkte als Gastgeschenk mal eben in der Noris zu lassen. An der notwendigen Qualität fehlt es den Oberbayern sicher nicht, doch mit den hungrigen Franken steht ihnen jemand im Weg der sicher keine Punkte mit auf die Fahrt schicken möchte. „Die Tradition dieses Spiels verspricht `ne Menge Rugbyspaß, aber unsere taktische Ausrichtung wird uns wieder helfen die Kontrolle zu behalten. Wir haben diese Woche noch an ein zwei Punkten gearbeitet, wir dürfen Reichenhall nicht unterschätzen“ führt Flügelspieler Dirlewanger weiter aus.

Der Weg nach Erlenstegen wird sich für alle Beteiligten sicher wieder lohnen und die Mannschaft weiß den überragenden Support von den Rängen sehr zu schätzen. Also Kind und Kegel eingepackt und auf zum Rugby.

Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY!

TSV 1846 Nürnberg vs. RFC Bad Reichenhall
14.10.17, 14.30 Uhr, Waldsportplatz Erlenstegen, Weißenseestr. 30

TSV 1846 Nürnberg legt Einspruch gegen Punktabzug ein

Presseinformation vom Montag, 08. Oktober 2017
TSV 1846 Nürnberg legt Einspruch gegen Punktabzug ein

Eigene Fehler werden eingeräumt – Formfehler des Verbandes ausschlaggebend für Einspruch

Nürnberg. Die Abteilungsleitung des TSV 1846 Nürnberg Rugby hat sich entschlossen gegen die Entscheidung der Spielleitenden Stelle, den 46ern aufgrund des Einsatzes von nicht spielberechtigten Spielern in den ersten zwei Saisonspielen alle Punkte abzuerkennen, Einspruch beim Schiedsgericht einzulegen. Dies geschieht aufgrund von gravierenden Formfehlern im Laufe des Verfahrens.

Der Verein räumt ohne Abstriche ein, mit dem Einsatz der Spieler unbeabsichtigte, wenn auch vermeidbare, Fehler gemacht zu haben und gegen sie Spielordnung des Bayerischen Rugbyverbandes verstoßen zu haben. Die Analyse ergab, dass die eigenhändige Durchführung des Passantrages durch die Spieler ohne genauere Prüfung durch eigene Stellen nicht sinnvoll war, zumal in der Vergangenheit immer wieder auch andere Vereine die Fehleranfälligkeit des Systems bemängelten. Insofern haben die Verantwortlichen beim TSV entgegen der eigenen Ansprüche an sich selbst nicht gründlich genug und gehandelt. Die 46er möchten sich für diese Fehler bei allen Beteiligten, allen voran dem München RFC und den TSB Ravensburg Ravens, sowie dem Verband entschuldigen. Unsere internen Abläufe werden nun überarbeitet.

Dennoch hat sich die Abteilungsleitung entschieden, gegen die Strafmaßnahmen der Spielleitenden Stelle Einspruch aus formalen Gründen beim Schiedsgericht des Bayerischen Rugbyverbandes zu erheben. Zum einen hätten beide Schiedsrichter vor den Spielen auf dem Spielberichtsbogen den Einsatz von „beantragten“ Spielern als zu prüfende Unregelmäßigkeit vermerken und von den Spielführern unterzeichnen lassen müssen. Zum anderen ausschlaggebend ist die Tatsache, dass die Spielleitende Stelle bei Feststellung der Verstöße ein Verfahren beim Schiedsgericht des RVBY beantragen hätte müssen. Sie war, unserer Einschätzung nach, nicht für die Strafwertung zuständig. Insofern ist die Strafwertung unzulässig.

Der TSV 1846 Nürnberg sieht daher in der unzulässigen Entscheidung der Spielleitenden Stelle im Hinblick auf deren Höhe eine unzumutbare Härte, eingedenk der Formfehler auf beiden Seiten. Wir hoffen mit der Einleitung eines ordentlichen Verfahrens Klarheit und Rechtssicherheit für alle Beteiligten zu erreichen, die letztendlich Vereinen, Verband und Schiedsrichtern dabei helfen könnten die strukturellen Bedingungen im bayerischen Rugby zu verbessern. Wir möchten gemeinsam mit dem Rugby Verband Bayern an einer konstruktiven Lösung dieser Fragen arbeiten und hoffen auf eine rasche Klärung.

Auf dem Rasen wird gespielt – und weiter gewonnen

Die 46er schlagen Würzburg mit 46:10 und zeigen weiter ihre Klasse

Nürnberg. Mit dem Frankenderby gegen den Würzburger RK konnte es wohl keine bessere Paarung für das Heimdebut der 46er in der Saison 17/18 der Regionalliga Bayern finden. Auf dem Platz zeigten die 46er wieder ihre Klasse und behielten mit 46:10 (17:3) auch im dritten Auftreten der Saison, spielerisch gesehen, die Oberhand. Mit dem Bonuspunktsieg wurde deutlich, dass unabhängig von den Entscheidungen am grünen Tisch, die Nürnberger Jungs weiter für die Titelverteidigung kämpfen.

Nicht zu stoppen – die bunten Helden der 46er

Gut und konzentriert in die Partie gestartet konnten die Nürnberger das Spiel zunächst nach ihren Vorstellungen gestalten und auch in der 10. Minute mit einem verwandelten Straftritt in Führung gehen. Dann jedoch verletzten sich gleichzeitig Miles (Nr. 10, Schienbeinprellung) und Decker (Nr 3, Platzwunde am Auge) und vor allem die daraufhin notwendige Rochade in der Hintermannschaft brachte das Spielkonzept der Mittelfranken ziemlich durcheinander. Zwar rückte mit Olaf Will ein Experte für die Verbinderposition für Miles auf, jedoch konnte Würzburg diese Phase der Reorganisation nutzen um ihr Spiel druckvoller zu gestalten. Belohnt wurde diese Bemühung mit einem verwandelten Straftritt zum 3:3 Ausgleich in der 20. Minute. Nürnberg machte immer wieder Fehler, vor allem konnten viele Hände im Ruck nicht stillgehalten oder Pässe nicht rechtzeitig an den Mann gebracht werden. Es dauerte bis zur 27. Minute bis Seremaia einen Würzburger Einwurf an deren 22m Marke aus der Luft pflückte, unbeeindruckt der Tackleversuche Richtung Malfeld marschierte und kurz vor selbiger Court bediente, der sich dankbar für den Pass ins Malfeld zum 8:3 fallen ließ. Kahden erhöhte souverän zum 10:3. Dies war der Weckruf, denn in Minute 38. setzt Nachwuchstalent Lorenz Scherf zu einem Wahnsinnsprint an, trug den gerade eroberten Ball vom Mittelpunkt des Feldes unaufhaltsam bis unter die Stangen und brachte Kahden so in optimale Position für die erfolgreiche Erhöhung zum 17:3 Pausenstand.

Beide Teams boten ein Faires und ansehnliches Spiel

In Halbzeit Zwei konnten die 46er den Schwung mitnehmen und spielten nun nach Belieben ihre Version von schnellem Angriffsrugby. In der 43. Minute gab es mal wieder einen Big Mans Try: Prop und „Man of the Match“ Alexander Weiß brach von der Würzburger 5 Meterlinie wie eine Abrißbirne in die Verteidigungslinie und landete mit Wucht zum 22:3 im Malfeld der Residenzstädter. Nur kurze Zeit später war es dann Seremaia der mit zwei Versuchen in Reihe brillierte (27:3,57. Minute/32:3, 63. Minute). Scherf setzte in Minute 68 Sean Porta auf Linksaußen in Szene und dieser bringt Nürnberg auf 37:3 und Kahden erhöht mit dem Kick auf 39:3. Ein Aufbäumen der Würzburger gab es dann doch nochmal, in der 70. Minute kämpften sie sich Meter um Meter an die Nürnberger Endzone heran und wurden mit einem erhöhten Versuch zum 39:10 belohnt. In der 76. Minute geht Porta nochmal über die linke Außenbahn, legt den Versuch und Kahden erhöht zum 46:10 Endstand.

„Man of the Match“ Alexander Weiß gönnte den Fans und dem Team einen Frontrow Versuch

„Wir haben heute wieder gezeigt, dass wir in der Lage sind Spiele nach unseren Plänen zu gestalten und uns aber auch immer wieder selbst aus Zwischentiefs ziehen können“, bewertet Kapitän Olaf Will die Mannschaftsleitung positiv. Nun gilt es sich für das nächste Spiel vorzubereiten und wieder den Bonuspunkt fest im Blick zu haben. Denn nur so kann den Spielern egal sein welchen Ausgang die Causa Spielerpässe der letzten Woche am Grünen Tisch nimmt. Denn gespielt und gewonnen wird auf dem Rasen, nicht im Konferenzraum.
Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY!

 

Nächstes Heimspiel:
RFC Bad Reichenhall, 14. Oktober 2017, 14.30 Uhr, Waldsportplatz Erlenstegen

RUGBY.IS.BACK.IN.TOWN! – Frankenderby zum Heimauftakt

Am Samstag, 14.30 Uhr, gibt es endlich wieder Nürnbergs härtesten Teamsport live für die #NbgRugbyFamily. Und was eignet sich besser als das legendäre #Frankenderby gegen den Würzburger Rugby Klub 2012 e.V.!
Normalerweise gibt es an dieser Stelle lockere Sprüche über lokale Rivalitäten. Doch manchmal gibt´s wichtigeres als Pre-Match Geplänkel. Nämlich dann wenn die Solidarität der gesamten Rugbyfamilie gefragt ist. Für einen Würzburger Sportsfreund ist die Abschiebung in den Irak wohl unvermeidlich geworden (siehe Post unten). Der WRK, und auch wir, verlieren nicht einfach nur einen Spieler sondern ein Mitglied der Familie an eine ungewisse Zukunft. Um dem Sportsfreund den Neustart fern der neuen unterfränkischen Heimat wenigstens zu erleichtern, sammeln die Würzburger Jungs und Mädels Spenden. #Die46er haben gestern spontan beschlossen sich dieser Aktion nicht nur mit warmen Worten sondern auch tatkräftig zu anzuschließen. Der Erlös aus der üblichen Spendenbox wird deshalb an die Sportsfreunde aus Würzburg weiter gegeben. Wir hoffen das sich die #NbgRugbyFamily rege beteiligt. Bei aller Konkurrenz auf dem Platz, und die wird es garantiert auch morgen geben, soll Solidarität nicht an Vereinsgrenzen Halt machen!
Also morgen Kind und Kegel eingepackt, Freunde abgeholt und auf zum Waldsportplatz nach Erlenstegen. Was wir behalten werden sind die Tabellenpunkte!

Wir sind #Die46er! Wir sind #heissaufRUGBY!
#morethanjustasport #asylrettetleben #heimspiel #Frankenpower

Besondere Umstände beim Würzburger RK:vorherige Woche haben wir erfahren, dass die Klage gegen die Abschiebung unseres…

Posted by Würzburger Rugby Klub 2012 e.V. on Donnerstag, 5. Oktober 2017

Wegen fehlenden Spielerpässen – Rugby Verband Bayern wertet alle bisherigen Spiele gegen Nürnberg

Nürnberg. Am Mittwochnachmittag informierte der Bayerische Rugby Verband den die 46er um per Mail über die Entscheidung der technischen Leitung, die beiden bisher bestrittenen Spiele der Regionalligasaison wegen Verstößen gegen die Spielordnung mit jeweils 50:00 gegen die Franken zu werten. Laut Passstelle und technischer Leitung seien in jedem der beiden Spiele je ein Spieler ohne gültigen Spielerpass eingesetzt worden. Der RVBy veröffentlichte eine Stunde später eine Meldung auf seiner Facebookseite. Gegen die Entscheidung kann binnen 14 Tagen Einspruch erhoben werden.

Nach Darstellung des Verbandes wurde im Spiel gegen den Münchner RFC II ein Spieler ohne gültige Lizenz, im Spiel gegen die TSB Ravens Ravensburg ein Spieler mit verspätet beantragter Lizenz eingesetzt. Laut Spielordnung führen beide Verstöße zu einer automatischen 50:00 Wertung für den Gegner, so der Sachverhalt nicht eindeutig zu Gunsten des TSV geklärt werden kann.

Mannschaft und Vereinsführung sind von den Vorwürfen und Entscheidungen sehr überrascht und versuchen nun den Sachverhalt zu klären. Bisher scheint es eine Kette von Fehlern gegeben zu haben, die zum Einsatz der wohl nicht spielberechtigten Spieler geführt haben. Die Verantwortlichen werden nun versuchen genau nachzuvollziehen in welchen Bereichen diese Fehler gemacht wurden. Sollte sich herausstellen, dass ein eindeutiges Fehlverhalten des TSV vorliegt, wird die Entscheidung selbstverständlich akzeptiert. Allerdings behält sich der TSV vor, von der Möglichkeit des Einspruches Gebrauch zu machen, falls sich eine andere Einschätzung der Lage ergeben sollte. Beide Spieler versichern den Meldevorgang schon vor Saisonbeginn durchgeführt zu haben. Der TSV 1846 betont ausdrücklich, dass weder von Seiten der Spieler, des Vereins oder des Verbandes vorsätzlich gehandelt wurde, sondern sicher unbeabsichtigte Fehler auf der einen oder anderen Seite die Ursache sind.

„Das ist leider nicht der erste Rückschlag für den TSV in diesem Jahr. Egal wie die Geschichte ausgeht, ich bin zuversichtlich, dass wir uns wieder aufrappeln und auf und neben dem Platz weiterhin alles geben. Ich sehe sowas als eine Herausforderung und zugleich als Motivation in sportlicher wie in organisatorischer Hinsicht noch mehr Gas zu geben. Wir werden mit allen Beteiligten diese Sache ordentlich klären und uns dann wieder auf die sportlichen Aspekte konzentrieren. Fehler passieren, wir sind alle keine Profis.“ bezieht Abteilungsleiter Patrick Sohr Stellung.

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Lange fahrt, dünne Bank – trotzdem Bonuspunkt Die 46er gewinnen in Ravensburg mit 33:00

Ravensburg. Im zweiten Spiel der Regionalliga Saison reisten die Herren des TSV 1846 Nürnberg zu den Liganeulingen und schwäbischen Gästen im bayerischen Rugby, den TSB Ravens Ravensburg. Mit einer kaum vorhandenen Ersatzbank musste Deon Myburgh ein bisschen kreativ werden, konnte aber eine schlagkräftige Truppe aufs Feld führen. Am Ende behielten die Routiniers bei sauber kämpfenden Gastgebern die Oberhand.

Bisher eher für gemütliche und familienfreundliche Brettspiele und Puzzles in lockerer Runde bekannt, macht sich Ravensburg nun auch im Rugby langsam einen Namen. Die TSB Ravens starten als Aufsteiger aus der Verbandsliga in ihre erste Regionalligasaison in Bayern. Zum Auftakt ließen sich die Raben nicht lumpen, boten „Count Zeppelin Drums and Pipes“ und ein umfangreiches kulinarisches Angebot auf und zeigten Gästen und Fans das Rugby Ravensburg rockt. Die 46er hatten nach der knapp dreieinhalb stündigen Anfahrt erst mal ihre Knochen zu sortieren und einen Matchplan auszubaldowern. Denn kurzfristig musste man wegen verschiedener Ausfälle die Aufstellung kreativ gestalten. Für den erkrankten Hendrik Lagarde rückte Alessandro Amella vom Flügel ins die zweite Gedrängereihe und Harry Miles übernahm die Verbinderposition für den beruflich verhinderten Olaf Will.

Die Ravensburger Liganeulinge kochten groß auf – würden sie auch groß Aufspielen?

Doch nach wenigen Minuten im Spiel zeigte sich, dass die 46er durchaus in der Lage sind in unterschiedlicher Formation ansehnliches und sicheres Rugby auf den Platz zu bringen. Außendreiviertel Lorenz Scherf bracht halblinks durch und tauchte in Minute `6 zum ersten Mal ins Ravensburger Malfeld, und Rico Kahden besorgte mit der gelungenen Erhöhung den Rest zum 0:7. Harry Miles gelang ein fast identischer Versuch in der 15. Minute und Kahden zeigte wiederum einen sehr sicheren Fuß. Ravensburg spielte gut mit, musste allerdings in der 19. Minute auf ihren Schlussspieler Manuel Merath wegen einer Verletzung an den Rippen verzichten, für ihn kam Christoph Hagmann ins Spiel. Die Nr. 8 der 46er, Onisimo Nayato, konnte nach einem schnell gespielten Strafkick via Crawford auf der rechten Spielfeldseite durchbrechen (Erhöhung d. Kahden, 0:21). Im Allgemeinen schienen die 46er die Erkenntnisse aus dem letzten Spiel gut genutzt zu haben, denn die Mannschaft konzentrierte sich im ersten Durchgang auf kurze, kraftvolle Durchbrüche und schnellen Support, als weite Vorstöße mit wenig Aussicht auf schnelle Unterstützung. Die Franken blieben immer kontrolliert und setzten ihren Matchplan mit jedem Schritt und jeder Finte ganz bewusst um. In der 37. Minute las Gedrängehalb Kote Gabedava die Raben präzise und nach mehreren „Pick and Go´s“ bis auf 5 Meter vor dem Ravensburger Malfeld bewegte sich Gabedava blitzschnell hinter dem Ruck nach rechts entgegen der kollektiven Laufrichtung der Ravens nach links und tauchte unbedrängt unter die Malstangen zum 00:26 und Kahden erhöhte sicher zum 00:28 Halbzeitstand. Ravensburg wurde lediglich einmal gefährlich als sie nach einem Lineout an der Nürnberger 5 Meter Marke ein klassisches Massenmaul ansetzten und mit roher Kraft versuchten den Ball über die Linie zu bringen. Die Nürnberger ließen sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und warteten am sich öffnenden Paket schon auf den Ballträger um ihn überhaupt nicht erst ins eigene Malfeld zu lassen.

Konnte man im ersten Durchgang eine kreative und spritzige Spielgestaltung bei den 46ern erkennen, zeigte sich in Halbzeit Zwei wiederum ein ähnliches Bild wie schon eine Woche zuvor in München. Die Nürnberger Jungs stellten das aktive Spiel ein, verloren den Biss nach vorne und verwalteten eher das Ergebnis denn weiter eigene Akzente zu setzten. Der sehr guten eigenen Fitness und der mangelnden Spielerfahrung des Gegners ist es wohl geschuldet, dass Nürnberg trotzdem nie ernsthaft in Bedrängnis geriet. Ravensburg bleib weitgehend geduldig, versuchte Spielerisch Land zu gewinnen, wurde aber immer wieder von energisch verteidigenden Franken an zählbarem Erfolg gehindert. Ein sehr ansehnlicher Durchbruch auf der rechten Seite konnte nur noch durch ein Ausputzertackling von Schlussspieler Kahden kurz vor dem Malfeld gestoppt werden. Matthias Dirlewanger konnte einen von Sean Porta nur Zentimeter vor dem Ravensburger Malfeld aus dem Ruck präsentierten Ball im Fallen nicht kontrolliert ablegen und vergab die bis dahin einzige realistische Chance der Franken im zweiten Durchgang. In der 64. Minute wurde jedoch die ohne hin nur noch mit zwei ausgewechselten Spielern besetze Bank gefordert, als Dirlewanger wieder auf´s Feld musste um Kahden, welcher sich eine Platzwunde über dem Auge zuzog, für den Rest der Partie zu ersetzen. Die Gastgeber konnten sich nach dieser Verletzungsunterbrechung nicht schnell genug wieder konzentrieren und Lorenz Scherf lief zum zweiten Mal ins Malfeld zum 00:33 Endstand ein.

Euer ‚Man of the Match‘: Alessandro Amella wurde zum Lock befördert – und machte seine Sache gut!

Alles in allem wieder eine sehr ansehnliche Partie der 46er, allerdings muss man in den folgenden Spielen auch die zweite Halbzeit spielerisch gestalten können um am Ende auch gegen besser organisierte Teams zu bestehen. „Wir wollten unsere Kräfte sinnvoll einteilen um dann zum Schluss nochmal aufzudrehen“, sagte Kapitän Nils Wulff nach dem Spiel. „Wir werden die nächsten Tage aber weiter an der Fitness arbeiten um gegen Würzburg die 80 Minuten volle Kraft durchzuspielen.“

 

Am 7. Oktober empfangen die 46er zum Heimauftakt die Unterfranken vom Würzburger RK auf dem Erlenstegener Waldsportplatz. Dann präsentiert man sich auch endlich dem heimischen Publikum, vielleicht nicht mit Drums and Pipes, aber dafür hoffentlich wieder mit einem Sieg und vielen Tabellenpunkten.

Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY!

[md]

Am Samstag gehts ins Ausland – Am Sonntag wird es in Erlenstegen international!

Nach dem gelungenen Auftakt in München steht nun für uns das nächste AUswärtsspiel in der Regionalliga Bayern an. Mit dem TSB Ravensburg wartet der diesjährige Aufsteiger aus der Verbandsliga. Man scheint sich auf #Die46er im benachbarten Ausland von Baden-Würtemberg/Schwaben zu freuen, denn die TSB Ravens Rugby hat sogar eine Live Band für morgen engagiert. Musik ab 14.00 Uhr, KickOff um 14.30 Uhr in Ravensburg. Wir hoffen unsere „Nationalspieler“ geben sich bis dahin zu erkennen…

Und am Sonntag wird „DieZweite“ zum ersten mal offiziell ein Testmatch bestreiten. Zu Gast in Erlenstegen werden die Old Isleworthians RFC sein, die sich auf ihrer 60th Anniversary Tour in Deutschland befinden. Der Londoner Club spielt in der Lodon and SE Division und wird ein erster Test für unser neues Perspektivteam sein. Kick-Off ist wie immer um 14.30 Uhr mit anschließendem „gemütlichen Beisammensein“ in Nürnberg. Zaungäste sind natürlich willkommen. [md]

Die 46er vermiesen den Wiesnauftakt – TSV 1846 Rugger schlagen München RFC II mit 17:6

rnberg/München. Während auf dem Münchner Oktoberfest die ersten Maßkrüge geleert wurden, begann nur ein paar U-Bahnhalte weiter in Großhadern die neue Rugby Regionalligasaison. Der TSV 1846 Nürnberg lieferte einen Auftakt nach Maß beim MRFC II und behielt in einem überraschend unspektakulären Spiel am Ende mit 17:6 die Oberhand. 

Für die Rugbyfans in Bayern und der Welt ist der Wiesenauftakt nicht halb so interessant wie der Kick-Off zum größten Rugbyevent aller Zeiten in Deutschland in zwei Wochen, dem DHL Oktoberfest 7s im Münchner Olympiastadion. Deshalb war der Termin des ersten Regionalligaspiels für Münchner RFC auch überhaupt kein Problem, man empfing die Franken zwar mit miesem Wetter jedoch mit einer ungleich besseren Aufstellung. Für die Franken galt dieses Spiel als Wundertüte, hatte man doch eine relativ kurze Vorbereitungszeit mit Coach Deon Myburgh. Doch am Ende sah die Starting XV mit vielen Routiniers und wenigen Experimenten doch eher gewohnt aus.

Conner Hill war eigentlich kaum zu stoppen – Zwei Versuche!

In Halbzeit eins kamen die 46er nach wenigen „Orientierungsminuten“ gut in Tritt und spielten munter auf. München hielt mit und konnte immer wieder beinahe die Nürnberger Abwehr auf der rechten Seite überlaufen. Die Punkte kamen dann auch von den Münchnern per Straftritt (Michelfelder/6.) aus günstiger Position vor den Stangen. Nürnberg stellte sich auf das Spiel des Gegners und die durchaus kreative Regelauslegung des Schiedsrichters ein und kam so drei Minuten später durch eine nahezu identische Straftrittposition zum Ausgleich (Will/10.). Michelfelder trat wiederum drei Minuten später den Ball von derselben Position in der Mitte der Nürnberger 22 Meter Marke zur 6:3 Führung. Nun öffnete sich das Spiel zu Nürnbergs Gunsten und die 46er hielten die Münchner in deren Spielfeldhälfte. Immer wieder für kraftvolle Metergewinne gut, der spätere „Man of the Match“ Shane Crawford. Der athletische US-Amerikaner hielt die Verteidigung der Oberbayern mächtig auf Trab und schaffte so Raumgewinn und Lücken für seine Teamkollegen. So konnte Connor Hill, nach solch einem Crawford`schen Durchbruch, über die rechte Seite die Blauen umlaufen und zum 6:8 (26.) ins Malfeld eintauchen. Rico Kahden erhöhte den Versuch von halblinker Position auf 6:10. Von da an lag jede kreative Spielgestaltung bei den Franken des TSV, nur kleine Fehler sorgten meist für ein abruptes Ende vielversprechender Anläufe. Es dauerte nur drei Minuten bis Connor Hill wieder seine Verteidiger abschüttelte und diesmal auf der rechten Seite ins Malfeld einlief und seinen zweiten Versuch des Tages zum 6:15 ablegte (Hill/29.). Kahden erhöhte wiederum zum 6:17.

Shane Crawford war unser „Man of the Match“! Foto: Deinzer

Die zweite Halbzeit war dann eher verwaltendes Rugby von beiden Teams, wobei die Münchner zwar durchaus die ein oder andere Gelegenheit hatten durchzubrechen. Doch sie blieben mit ihrem Spiel weit hinter ihren Möglichkeiten und schafften es nicht aus gelungenen Einzelaktionen Kapital zu schlagen. Ein wegen Hochhaltens im Malfeld nicht gegebener Versuch war dann auch das letzte Aufbäumen in der 70. Minute. Nürnberg spielte gut und hätte in der 80. Minute noch einen draufsetzen können. Doch Referee Andrew Bridger legte das Nachfassen von Nils Wulff beim Fallen auf die Linie als sogenanntes „Double Movement“ aus und gab den Versuch nicht. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns nicht gut genug gegenseitig unterstützt“ diktierte Kapitän Olaf Will nach Abpfiff in die Blöcke, „wir haben uns das Münchner Spiel aufzwingen lassen und sind nicht mehr konzentriert genug in die Attacken gegangen.“ Allerdings haben die großen Jungs in den bunten Jerseys ihr Potential durchblicken lassen und arbeiten jetzt weiter an der Umsetzung ihres Plans über 80 Minuten. Und dann erst, nach dem nächsten Spiel beim Aufsteiger in Ravensburg, darf sich vorbereitet werden auf das Rugby-Event des Jahres. Dann geht’s „auf Minga“ zum Oktoberfest 7s.

Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY!

 

Eine junge 46erin spielt für Deutschland – Pia Aumüller beim Olympic Hope Turnier

Im polnischen Krakau fand am letzten August-Wochenende das Olympic Hope Turnier für Nachwuchsmannschaften statt, und erstmals trat dabei auch eine weibliche U16-Mannschaft für den Deutschen Rugby Verband (DRV) an. Mittendrin: Pia Aumüller vom TSV 1846 Nürnberg. Die 15-jährige Schülerin, die erst seit Anfang dieses Jahres Rugby spielt, hat uns ein paar Fragen zu diesem Event beantwortet.

46erin Pia Aumüller spielt für Deutschland Foto: Privat

Erst einmal herzlichen Glückwunsch zu deiner Nominierung! Das war sicher ein Erlebnis, das du so schnell nicht vergessen wirst, oder?

Ja! So ein internationales Turnier zu spielen ist einfach mega  aufregend und spannend: All die Mädels aus ganz Deutschland kennen zu lernen, mit den besten Spielerinnen meiner Altersstufe zusammen zu trainieren und sich an anderen Nationalmannschaften messen – natürlich macht das richtig Spaß! Das war ein super Wochenende für mich!

Ihr habt nur zweimal zusammen trainieren können, bevor es ernst wurde. Ist das nichtschwierig, sich so schnell aneinander gewöhnen zu müssen?

Ja klar, nach so kurzer Zeit ist man noch nicht voll eingespielt. Aber ich fand es gut, wie sehr wir uns im Team nach so kurzer Zeit schon vertraut haben. Ich würde sagen, dass es uns gelungen ist eine Mannschaft zu werden und uns gut zu verkaufen. Aber auch klar dass man in den Spielen manchmal gemerkt hat, dass sich die anderen Teams einfach besser kennen, sich besser verstehen. Da kann man nach nur zwei Trainingseinheiten nicht ganz mithalten.

Du sprichst es an: ihr habt alle vier Spiele verloren. Wart ihr trotzdem zufrieden?

Wir waren sehr zufrieden mit unserer Leistung. Gerade in den ersten beiden Spielen waren wir stark, haben sogar zwischenzeitlich geführt. Am Ende haben wir beide Male sehr unglücklich verloren, weil die Gegner in letzter Sekunde noch punkten konnten. Es ging uns eh nicht so sehr um die Ergebnisse. Wir haben im Training den Schwerpunkt auf unsere Defensive gelegt und das hat im Spiel meist gut geklappt. Trotzdem macht man immer mal wieder kleine Fehler und die wurden von unseren Gegnerinnen sofort ausgenutzt.

Ihr seid trotz der Niederlagen dritte geworden und habt eine Medaille erhalten. Bekommt die einen Ehrenplatz in deinem Zimmer?

Natürlich! Die werde ich zu meinen Feuerwehrabzeichen hängen.

Die U16 des Deutschen Rugby Verbandes – 3. beim Olympic Hope Turnier in Krakau Foto: German Rugby Supporters

In einem Kader sind zwölf Spielerinnen, immer nur sieben stehen gleichzeitig auf dem Feld. Wie geht das auf?

Es war von Anfang an abgesprochen, dass jede Spielerin gleich viel Spielzeit bekommt. Das ist der Vorteil an einem Turnier mit mehreren Begegnungen. Ich zum Beispiel war jedes Mal die zweite Hälfte auf dem Platz. Wenn man es gewöhnt ist zu starten und Spiele ganz zu machen, fühlt sich das erstmal schon ein bisschen komisch an, weil man denkt, dass man nicht so viel machen kann. Aber auch in nur einer Halbzeit kann man an seine Grenzen gehen. Und da die Partien alle innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums angesetzt waren, hat sich die Belastung gut auf alle Spielerinnen verteilt.

Zum Thema Grenzen: Du hast dich am Fuß verletzt und trotzdem weitergespielt?

Ach, das war nichts Großes. Auf dem Platz blendet man so was einfach vollständig aus. Da geht es nur drum, alles zu geben für die Mannschaft!

Letzte Frage: Wie fühlt es sich an, mit dem Adler auf der Brust zu spielen?

Einfach Stolz, dass man das machen darf. Man versucht eine gute Leistung zu zeigen und der Aufgabe zu genügen. Man repräsentiert schließlich in dem Moment den Deutschen Rugby und das ist schon eine Ehre, der man sich tatsächlich bewusst ist, wenn man das Trikot anzieht.

Danke für deinen Bericht und viel Erfolg in der kommenden Saison!

Die Fragen stelle Anke Gülpers