Ein Tag voll Rugby – Die 46er Damen laden zum Turnier

Deutsche 7er Liga Süd-Ost zu Gast in Erlenstegen

NÜRNBERG Nachdem die neue Saison der Deutschen 7er-Liga Frauen Süd-Ost in Leipzig eröffnet wurde, steht an diesem Samstag, den 12. Oktober, der zweite Spieltag an, den der TSV 1846 Nürnberg im heimischen Waldsportplatz selbst austragen wird.

Nachdem Nürnberg im Sommer bei den Deutschen Meisterschaften als bestes Team der Division Süd-Ost auf Platz sechs gelandet war, fiel das Fazit zum zweiten Platz am ersten Spieltag gemischt, aber mit einer Tendenz zum Positiven aus. „Die Einstellung war hervorragend,“ gibt Coach Ian Dawson auf Nachfrage zu Protokoll: „Egal welche Sieben ich auf den Platz schicke, ich weiß, dass alle kämpfen werden. Leider haben wir uns in Leipzig zu oft nicht auf unsere Stärken konzentriert und so nicht immer das umgesetzt, was wir eigentlich können.“ Geht es nach dem Schotten, der das Team erst seit etwa einem Monat trainiert, soll das in Nürnberg anders werden. Von mehr Ballbesitz, ruhigerem Spiel und klügeren Entscheidungen ist die Rede – vor allem mehr Geduld wollen sie haben, die 46er. Nicht nervös werden, wenn die Offensive nicht gleich loswirbeln und punkten kann. Die Defensive – laut Dawson keinerlei Problem: „Wir haben absolutes Vertrauen darin, dass wir den Ball immer zurückerobern können. Wir müssen ihn dann nur auch behalten und dürfen es dem Gegner nicht zu leicht machen.“

Die anderen Teams aus Würzburg, Jena, Bamberg/Bayreuth, Leipzig sowie die neu gegründete „Spielgemeinschaft des Ostens“ werden also auf einen motivierten, gut eingestellten Gastgeber treffen. Um 11:00 Uhr ist Ankick, Nürnberg wird das Turnier mit dem ersten Spiel gegen Bamberg/Bayreuth eröffnen. Dabei hofft das Team auf die zahlreiche Unterstürzung der Nürnberger Fans, um den Heimvorteil so richtig spüren und ausnutzen zu können.

12.10.19, 11:00 Uhr, Deutsche 7er Liga Damen Süd-Ost
Kick off zum Finale gegen 15.20 Uhr
Waldsportplatz Nürnberg, Weißenseestr. 30
www.rugby-nuernberg.de
Tabelle und Ergebnisdienst: https://rugbyweb.de/index.php?league=D7Fso

Heimauftakt gelungen – 46er schlagen Augsburg

NÜRNBERG Hält der neue Rasen? Schaffen es die 46 die Auftaktniederlage gegen Studentenstadt aus den Köpfen zu bekommen? Diese beiden Fragen konnten beim heutigen Heim Auftakt des TSV 1846 gegen den FC Augsburg mit einem deutlichen ja beantwortet werden. Sattes Grün und viele Punkte begeisterten das zufriedene Nürnberger Publikum. Mit 48:15 konnten sich die Hausherren deutlich behaupten.

Die ersten Sekunden des Spiels ließen dann aber doch erst mal große Augenmachen, denn die Fuggerstäder legten los wie die Feuerwehr und fanden sich zum Ende der Eröffnungsminute 5 Meter vor dem Malfeld der Nürnberger mit einem Penalty wieder. Die Kurz angespielte Variante verfing sich zunächst in der Nürnberger Verteidigung, doch dann bekam Patrick Hase genug Raum um und setzte ein Lupenreines Dropgoal zur 0:3 Führung für die Gäste. Doch Nürnberg schüttelte sich kurz und konnte schon im Gegenzug durch Carcar (4.) einen Versuch auf die Punktetafel setzen. Die fünfzehn Nürnberger kontrollierten von da an für die nächsten rund 30 Minuten das Spielgeschehen und erzielten weitere drei Versuche durch Steidel, Kachmer und wiederum Steidel, erhöht von Saravani. Doch dann begannen Männer in Bunt sich ihres Punktepolsters zu sicher zu sein und leisteten sich etliche Fehler

„Wir habe super stark losgelegt bis hin, haben dann aber eine Zeit lang viel zu oft unseren Matchplan gegen Kirmesspiel getauscht“, gibt sich Routinier Olaf Will selbstkritisch. „Sind wir zum Plan zurückgekehrt haben wir komischer Weise immer gepunktet. Wir sollten das öfter so machen“.

Weiß konnte sich nochmal ins Malfeld des RFC tanken (Erhöht auf 29:3 durch Saravani), doch schon kurze Zeit später feierten die Schwaben den Gegenversuch nach einem kurz gespielten Penalty 6 Meter vor Nürnbergs Malfeld. Nach der Pause zog Nürnberg dann in einem Abwechslungsreichen und unterhaltsamen Spiel mit großen Schritten weiter. Will und Saravani konnten sich ebenfalls mit Versuchen in die Scorerliste einreihen.

Punkte
Versuche: Carcar, 2x Steidel, Kachmer, Weiß, 2x Will, Saravani
Erhöhungen: 4x Saravani

Am nächsten Samstag geht es zum Aufstiegsfavoriten RC Rottweil nach Schwaben. Doch auf dem Waldsportplatz gibt es trotzdem Rugby der Extraklasse. Der 2. Spieltag der Deutschen 7er Liga macht halt in der Noris. Die Nürnberger Damen messen sich in der Süd-Ost Staffel der höchsten deutschen Spielklasse im olympischen 7er-Rugby mit Würzburg, Jena und Leipzig.

Wir sind #Die46er. Wir sind #heissaufRUGBY.

12.10.19, 2. Spieltag Deutsche 7er Liga Damen Süd-Ost, Kickoff zu Spiel 1 um 10:00 Uhr Waldsportplatz
12.10.19, 2. Rugby Bundesliga: RC Rottweil vs. TSV 1846 Nürnberg, Rottweil

Zweiter Platz zum Saisonauftakt

Am Samstag, den 14.09.2019 starte das 7er-Frauenteam in die neue Saison in der Deutschlandliga Süd-Ost. Das Auftaktturnier fand bei spätsommerlichem Sonnenschein in Leipzig statt. Da nur insgesamt fünf Vereine ein Team stellen konnten – darunter die neue „Spielgemeinschaft des Ostens“ mit dem Kern der Dresdner Mannschaft – wurde das Turnier im Jeder-gegen-Jeden Modus ausgetragen.

Für die Ladies hat die Saison angefangen.

Die Nürnberger Ladies, die erst seit wenigen Wochen von ihrem neuen Coach Ian Dawson trainiert werden, traten selbst nicht mit einem vollen Kader an und hatten vor allem eine Standortbestimmung zum Ziel, da klar war, dass man sich auf dem sechsten Platz bei den Deutschen Meisterschaften im Sommer nicht ausruhen können würde.

Im ersten Spiel gegen den Gastgeber RC Leipzig waren die 46er von Anfang an hellwach, zeigten ihre pfeilschnelle Offensive und ihre kompakte Defensive. Zur Pause lagen die Nürnbergerinnen schon mit 15:0 vorne, hörten in der zweiten Halbzeit aber nicht auf zu spielen und stellten schließlich den klaren 39:0 Endstand her.

Julia Lehner mit dem Comeback nach längerer Pause

Das zweite Spiel war dann der fränkische Dauerbrenner gegen den Würzburger RK, der allein von der Spannung und der spielerischen Qualität beider Mannschaften her sicher eines der Highlights des Turniertages war. Nürnberg schien sich erst komfortabel absetzen zu können, führt bis in die zweite Halbzeit hinein mit 20:0, ehe Würzburg innerhalb weniger Minuten auf 20:14 verkürzen konnte – ein weiterer Versuch hätte also gereicht um den TSVlerinnen den Sieg zu nehmen. Aber das ließen sie nicht zu und setzten sogar noch den Schlusspunkt zum 25:14 Sieg.

Im dritten Spiel gegen den USV Jena begann sich dann bei Nürnberg die Belastung des Turnier-Modus bemerkbar zu machen – Nürnberg war das einzige Team, das zwischen keinem seiner Spiele mehr als 15 Minuten Pause hatte. Die schneller Jenaerinnen schafften es immer wieder die Lücken zu verschließen und die 46er fanden kein Mittel die solide Defensive zu überwinden. Als dann auch noch zwei Stürmerinnen des TSV verletzungsbedingt ausgewechselt werden mussten, ging die Ordnung im Spiel verloren und Jena konnte dies zu drei Versuchen nutzen und siegte am Ende verdient mit 0:19.

Sengül Ramadanov mit zwei Stürmer-Versuchen im Turnier

Für das letzte Spiel gegen die SGdO musste Dawson also ein bisschen improvisieren, fand aber für die Personalprobleme sehr gute Lösungen. Obwohl es nach wenigen Sekunden bereits 0:5 für die Piraten stand, wurde das Team nicht nervös, sondern spielte konzentriert seine Stärken aus. Noch einmal alle Kräfte mobilisierend konnten die 46er etliche schöne Spielzüge mit Versuchen veredeln. Der Endstand von 49:5 spiegelt wieder, wie einseitig der Verlauf dieser Partie schlussendlich war.

Nach Turnierende standen sowohl Nürnberg, als auch Jena und Würzburg mit 10 Punkten da und es mussten die Versuchspunkte als entschiedender Faktor herangezogen werden. Hierbei war Jena das stärkste Team mit sowohl den meisten Versuchen als auch den wenigsten Gegenversuchen des Tages. Nürnberg konnte sich dann aufgrund der etwas besseren Defensivleistung gegen Würzburg durchsetzen und belegte am Ende den zweiten Platz.

Ian Dawson mit seinem Fazit: „Für das erste Turnier und nach so kurzer Vorbereitungszeit bin ich sehr zufrieden mit dem, was wir heute geleistet haben. Ich hab viel Gutes gesehen, das sich sicher bis zum nächsten Turnier noch weiter verbessern lässt. Vor allem aber freue ich mich über die erfolgreichen Comebacks von drei Spielerinnen, die dem Team zuletzt aus unterschiedlichen Gründen gefehlt hatten.“

Die Versuche kamen von:
Pia Zeitler (5)
Maike Chuchulowius (5)
Ida Koller (2)
Patrizia Brucklachner (2)
Nicole Price (2)
Sengül Ramadanov (2)
Julia Lehner (1)
Anke Gülpers (1)

Die Erhöhungskicks kamen von:
Veronika Horn (2)
Anke Gülpers (2)

Kader der 46er:
Patrizia Brucklachner
Maike Chuchulowius
Verena Galster
Anke Gülpers (C)
Veronika Horn
Ida Koller
Julia Lehner
Nicole Price
Sengül Ramadanov
Ina Rasch
Pia Zeitler

Endstand:
1. USV Jena
2. TSV Nürnberg
3. RK Würzburg
4. SG des Ostens
5. RC Leipzig

Die offizielle Homepage der Rugbyabteilung beim TSV 1846 Nürnberg e. V.